Band 
Erster Theil.
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in den räumlichen Begriff der Hölle übergeht, und eineungeheure Schlange, die den Erdkreis umspannt, undheißhungerig, gleich der Hel, stets ihren Rachen aufge-sperrt hält, Jörmungandr, als sein Sohn, der aneinem Wolfe Fenrir, welcher in gleichem Heißhungerunaufhörlich Sonne und Mond verfolgt, sie zu verschlin-gen, was bei jeder Sonnen- und Mondsfinsterniß zu be-fürchten steht, weßwegen die Menschen diesen Gestirnenbei solchen Ereignissen zu Hülfe kommen müssen, das Un-geheuer durch Lärm zu verscheuchen, einen gleichgesinntenBruder hat. Wer erkennt hier nicht einen Nachklang derUroffenbarung über die gefallenen Engel?

Noch eine andere, der Urzeit vielleicht die nächste, Drei-heit in der nordischen Göttcrlehre bilden 8Lr (der Hohe),llsinIiLr (der Gleichhohe) und Nkriäi (der Dritthohe). DerLetztere ist Wuotan, der in alten Denkmälern wirklichder Thridi oder Dritte, in andern aber auch Tveggi,der Zweite genannt wird. Höher steht diese Dreiheitschon deßwegen, weil in der gewöhnlichen, aus den Göt-tern Wuotan, Thor und Zio bestehenden Wuotanals Vater der beiden Letztem der Erste ist.

Der nächste Gott an Macht und Ruhm nach der letzt-genannten Dreiheit ist im altnordischen Glauben Freyr.Er tritt zuweilen selbst in die Dreiheit ein und vertritteinzelnen Völkern sogar die Stelle der allwaltenden Gott-heit selbst, denn sein Name, der auch die Formen Frouwo,FrS annimmt, woher Fron in Fronleichnam, frohnenund fröhnen, sowie froh, frey u. s. w., besagt so vielals Herr, wie man noch jetzt an der weiblichen Formdesselben Frouwa, dem Stammworte von Frau sieht.Freyr und seine Schwester Frouwa oder Freya sindKinder des Niördr, des Erdballs, oder in der weiblichen