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dem zärtern Geschlechte zugeschrieben. Auch bei den Opser-sesten wurden die Frauen zu heiligen Verrichtungen zuge-zogen ; namentlich kochten sie das Opferfleisch in den dazubestimmten Kesseln, und ihr Anblick bei diesem Geschäfteim Waldesdunkel mag eben auf die Idee von Hexen undHexenküchen geführt haben.
H 55. Die heiligen Stätten der alten Deutschen.
Wie wir uns oben von Tacitus haben berichten lassen,hielten es unsere Vorfahren «der Hoheit der Himm-lischen unangemessen, sie in Wände einzu-schließen".
„Seine Gottheit suchend ging der DeutscheIn die herrliche Natur hinaus,"
möchte ich mit einem Dichter des vorigen Jahrhunderts*sprechen, wenn derselbe nur nicht den aus einer so ganverkehrten Anschauung hervortretenden Gegensatz daranfolgen ließe:
„Doch sein Enkel suchet sie in BüchernUnd in einem alten finstern Haus."
Nein, dieses Haus ist nicht finster und abschreckend undherzbeklemmend, als welches diese Strophe es darstellenwill, dieses Haus ist eine herrliche Nachbildung des pracht-vollen Tempels der Natur, wie sie sich im ahnungsreichenGemüthe des germanischen Volkes erzeugte und ihr Idealin der gothischen Architekur verwirklichte.
„Ein Wald voll Säulen, schlank, wie deutsche Eichen,
Strebt himmelan, es wölben sich die KronenZu hohen Hallen; Pflanzen aller ZonenUmranken rings den Bau, den wunderreicben.
Kaps.