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„Die fromme Thierwelt zieht hinein, zum Zeichen,
Sie diene gern den Heil'gen, die rings thronen,
Indeß hinausgebannet die DämonenAls Ungethüm im harten Dienste keuchen.
„Wo sich der dunkle Säulenhain dem LichteErschließet, schaut in glühn'dem FarbenglanzeEntzückt das Auge himmlische Gesichte.
„Sagt: isss ein Zaubergarten dieses Ganze?
Das Paradies ist's; ward's durch Schuld zu nichte,
So weiß die Andacht, wie sie neu es pflanze."*'
Der Mensch erscheint in der Vorstellungsweife deralten Germanen als Gewächs, wie denn auch das WortLeute mit dem gothischen Zeitwort Iiu6an, welches wach-sen bedeutet, in Verbindung steht, und zwar geht in dem-jenigen Theile der Edda, welche den Namen Völuspaträgt, der Mann aus einer Esche, das Weib aus einerErle hervor, nachdem die Götter diesen Bäumen Odemeingehaucht und statt des Pslanzensaftes Blut und Seelegegeben. Somit ist der Wald des Menschen Amme unddessen Bäume sind seine Brüder und Schwestern; seinVater aber und ihr Vater ist der Gott, dessen geheimniß-volle Stimme er im Rauschen ihrer heiligen Wipfel ver-nimmt. D'rum hieher
„Kehrt er aus der Welt ZerstreuungIn die Einsamkeit zurück.
Wo in geistiger ErneuungIhm erblüht ein neues Glück.
Wo sich bald die Stürme legen, >
Die sein wildes Herz bewegen.
* v. Diepenbrock, als Fürstbischof oon Breslau gestorben imJanuar 1853.