Band 
Erster Theil.
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verwandt, sie bilden von der Generation der Eltern angerechnet die erste Abzweigung, dsts erste Knie (angel-sächsisch onoov), woher dann odnekt, Knecht (was ur-sprünglich den Sohn einer freien Sippe, erst späterhineinen Unfreien, im Verhältnisse der Dienstbarkeit Stehen-den bezeichnet), Knabe und Knappe, Kinn und darausKind selbst. Mit dem ersten Knie aber beginnt die zweiteGeneration, und die Kinder dieser sind im zweitenGrade mit den Eltern ihrer Eltern verwandt. Mit ihnen,dem zweiten Knie, beginnt die dritte Generation u. s. f.Die Reihenfolge aller dieser Generationen, das Geschlechtin diesem besondern Sinne des Worts, wurde mit dem-selben Bilde durch das Wort kun, knin, verwandt mitdem lateinischen (Knie) und Ksnuo (Geschlecht)AIANO (ich zeuge), proZonios (Nachkommenschaft) sowiemit dem angelsächsischen enoow und dem deutschen Knie,ausgedrückt.

Die Wehre nun und die Vormundschaft vererbte sichmit dem Gute oder der Wirthschaft von Generation zuGeneration und zwar zunächst bloß in der männlichenoder Schwertlinie, und die ganze Sippe mit Ein-schluß der Mutter des Hauses ging beim Tode des Vatersin die Vormundschaft des ältesten Sohnes oder, in Er-manglung männlicher Nachkommenschaft, des nächstenmännlichen Blutsverwandten, z. B. eines Bruders desVerstorbenen über. Die nachteilige Gewohnheit, das Gutunter die Kinder zu theilen, kam erst in späterer Zeitauf. Jüngere Söhne mußten, wenn sie selbstständig wer-den und sich einen eigenen Herd gründen wollten, sicherst mit dem Schwerte in der Hand die Stätte und dieMittel dazu erobern. Sie mußten hinauszieh'n »in's feind-liche Leben und rennen und wagen, das Glück zu er-