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vierter M schnitt.
Anlauf der Germanenwelt zu einer neuen,einer christlichen Ordnung der Dinge.
§ 81. Zweck nnd Ursprung der Rewegung.
«Wenn das Christenthum nach seiner letzten Bestim-mung nicht Theorie und System ist, um auf verwickelteFragen der Metaphysik oder Philosophie über göttlicheDinge Antwort zu geben, wenn es vielmehr eine über-wiegend praktische Aufgabe hat, die Erlösung der Weltdurch die in Christo erschienene Liebe Gottes zu predigen,so kann die Auffassung, die es in der Römerwelt fand,schwerlich als erschöpfend und eindringend in seine eigent-lichen Tiefen gelten. Die dogmatischen Streitigkeiten, unterwelchen das Reich zerfiel, machen deßhalb einen so unbe-friedigenden Eindruck, weil sie die Auffassung des Christen-thums in der Römerwelt nur als eine Verstandesarbeitbezeugen, die der sittlichen Gewalt des Evangeliumsfür Einwirkung aus Gemüth und Willen nicht dierechte Anerkennung darbot. Während das Morgenland überden Geheimnissen der göttlichen Natur sann (und ebendadurch auf die beklagenswerthesten Abwege, namentlichauf die aria nische Irrlehre geführt wurde), dagegen dasAbendland die Tiefen der Menschennatur ergründen wollte,um das Verhältniß endlicher Freiheit zum göttlichen Wil-len zu bestimmen, (woraus u. a. die grundfalsche Lehreeines gewissen britischen Gelehrten, des Mönches Pela-gius sum's Jahr 400s, daß der Mensch aus sich selbst
und ohne die göttliche Gnade zu Gott kommen könne,
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