Band 
Erster Theil.
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dem südwestlichen, südlichen und südöstlichen Deutschlandan. Der Osten und Nordosteu Germaniens war damalsbereits von slavischen Völkerschaften bewohnt, die sichsogleich überall festsetzen, wo die Gothen eine Lücke hintersich ließen.

Der Schwabenbund wurde durck den Abzug derGothen und der denselben zunächststehenden Völker, derHeruler, Vandalen u. s. w. im Laufe des viertenJahrhunderts bedeutend geschwächt, aber er stärkte sich wie-der in und sogar noch vor dem Augenblicke, in welchemer diesen Verlust erlitt, durch festeres Aneinanderschließenund rascheres Handeln der zurückbleibenden südwestlichenHälfte, die sich nun den besonderen Namen Alamannengab, um sich damit trotz der Lostrennung der Gothen dochnoch als ganze Stämme zu bezeichnen. * Der Franken-bund entstand durch die Vereinigung der im nordwest-lichen Deutschland und am Mittelrheiu sitzenden Stämme,besonderes der Sigambrer, Tencterer, Chatten u. a.und entlehnte seinen Namen, der zum ersten Male gegendie Mitte des dritten Jahrhunderts vorkommt und zwarzur Bezeichnung derjenigen Germanen, die in das nörd-liche Gallien eindrangen, von der Hauptwaffe, der Frame. **

* Der griechische Geschichtschreiber AgakbiaS leite!, dem RömerAsiniuS Luadratus folgend, von dem er sagt, daß er die germa-nischen Verhältnisse genau kenne, diesen Namen von dem Begriffe der Zu-sammensetzug aus allerei Volk ab und meint, er bezeichne so viel alsein Misch Volk. Eine andere Ableitung nimmt der große Schweizer-geschichtschreiber JobanneS von Müller und ihm folgend der tiefden-kende Katerkamp an, der in seiner Kirchengeschichte (Münster 1827,Nbtb. III. L. 343) sagt: „Junge, rüstige Männer von der schwäbi-schen Atmend (Wiese, Malle, Flur) schlössen den alamannischen Bund,und nahmen ihren Posten am Lberrhein."

** Gewöhnlicher ist die Ableitung von dem später entstehendenEigenschanSworie frank. Ihr pflichtet namentlich der eben genannte