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DieSachsen, welche schon der griechische Geograph Pt o-lemäus um die Mitte des zweiten Jahrhunderts undzwar als Bewohner des heutigen Holsteins kennt, er-
Kirchengeschichtsfvrscher bei, wenn er zu den von ihm angeführten Wortenhinzusetzt: „wogegen zwischen dem Rhein und der Weser eine rüstigeJugend, welche, weil sie sich „„frei und frank"" fühlte, sich die „„Fran-ken"" nannte." Da aber nun das Eigenschaftswort frank erst vondem Volksnamen der Franken entlehnt sein dürste, mochte ich die Ab-leitung von Frame vorziehen, zumal man Schutz- und Trutzbündnissebei den alten Germanen als Verbündungen auf „Wehr und Waffe"bezeichnete, eine sprichwörtliche Redensart, die in Westphalen noch heutzu Hause ist. Der Name Franken würde also gerade eine solche Ver-bündung auf „Wehr und Waffe" und spezieller gefaßt auf „Wehrund Speer" ausdrücken; und die Schaaren oder Völker, die ihn führ-ten, würden sich damit als die Lanzknechte oder Speermänner,laneiers der allen Germanenwelt herausstellen. Damit mochte ich aberkeineswegs die Zusammenstellung des fraglichen Namens mit Wörternwie Recke, Brak, Wrak, brechen, auch mit flink, fliegen odermit Flanke, Phalanx (heilige Schaar) verwerfen. Zur Wörterbildungmögen oft gar verschiedene Elemente zusammengewirkt haben. Reckeentstand aus dem Worte brsvolsso, und aus ihm entstanden die Wör-ter Range und Ranke, wie aus Reck Range, wir dürsten also beidem leichten Uebergang des weichen Anlautes k in den härtern k nichtwohl fehlgehen, wenn wir es wie das klangverwandle Wort krank, beidem dann der vielleicht noch häufiger vorkommende Uebergang des An-lautes in g oder k anzunehmen wäre, zu dem lateinischen Irsiigo mitseinen Stammformen krsK in kregi (wozu vielleicht frei in der Be-deutung, die es in dem Worte vogelfrei hat, verglichen werdenkönnte) und lrsc in krgetus und dem damit verwandten deutschenbrechen halten würden. Franke, Recke und krank würden dannder Einen Wurzel brech, brack, wrak angehören und ursprünglichdie Bedeutung von gebrochen haben. Franke und Recke wäre deraus seinen ursprünglichen Verhältnissen, gleichsam aus seinem häuslichenKerker Ausgebrochene, zuvor schon in sich selbst Zerbrocheneund deßhalb um so grimmiger und schonungsloser auch in die AußenweltEinbrechende, Alles vor sich Niederwerfende, der wilde Heerfahreroder Degen, ein Held aus Verzweiflung oder jugendlichem Uebermuth.