Band 
Erster Theil.
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wetterten sich unter Beibehaltung ihres ursprünglichenNamens hauptsächlich durch Unterwerfung der Nachbar-stämme zum Völkerbund. *

Der wichtigste und besonders für unsern Gegenstandbedeutungsvollste dieser Völkerbünde ist der Franken-bund. Denn von ihm ging die neue Ordnung der Dingeaus, und seinen Händen zunächst vertraute die göttlicbeWeltregierung die Lade des neuen Bundes, die christlicheKirche. Sprechen wir also zuerst von ihm, oder vielmehrvon dem Reiche und zwar zunächst von der Gründung desReiches, das aus ihm hervorging.

Diese Ableitung würde auch treffend mit den Wohnsitzen derjenigenzusammenstimmen, die zuerst den Namen Franken fübrten, der Si-gamtrer. Diese saßen nämlich, wie wir gesehen haben, an der Maas-münde, also am Meere, und ein Theil ibres Gebietes führte den NamenBrakbani (Brabant), Bann oder Gebiet der Bracken oder Gebro-chenen — man halte brack zu wrak (Trümmer des zerbrochenenSchiffes) — der Franken. Das Alles würde auch sebr schön zu derAngabe der Geschichtschreiber stimmen, daß die Franken die Einzigenunter den Germanen gewesen seien, die ihre Heersabrten und Raubzügeohne alle hindernde Begleitung von Weibern und Kindern ausgeführthaben, und würde es auch begreiflich machen, wie sie bald an der Donau,bald an der Rhone, bald an der Tiber, bald am schwarzen Meere auf-tauchen konnten,

* Der Name Sachsen, wenn man die Ableitung von Sahsnicht billigen will, könnte auch mit dem Srammworte von sitzen zu-sammenhängen, so daß die Sachsen eigentlich Saßen heißen würden.Sie saßen zuerst in Holsatien als Hol säten (Altsaßcn, wenn nichtMeersaßen vorzuziehen ist s«/.sdal), sal, Salz, Salzmeer, Meers). Von dortaus drangen sie gegen Süden vor und theilten sich, wieder die Lage derWohnsitze ihren Bezeichnungen zu Grunde legend, dort im untern Elbe-gebiet in ein Dstvolk (Dstphalen) und ein Westvolk (W estphalen);und eben diese Zugrundlegung der Lage der Wohnsitze bei ihren Be-zeichnungen dürste für die eben gegebene Ableitung sprechen.