Band 
Erster Theil.
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fielen (523) in Burgund ein. Sigmund wurde gefangengenommen und sammt seiner Gemahlin und zwei Söh-nen in Orleans hingerichtet. Sein Bruder Godemartrat sein Erbe an. Gegen ihn wurde der Krieg fortgesetzt;aber in einer Schlacht bei Vienne (524) fiel der Mäch-tigste der drei Neustrier, Chlodomir von Orleans, undseine Herrschaft kam, weil er kinderlos war, an seine Brü-dcr. Diese wandten nun ihre ganze Aufmerksamkeit derTheilung zu und ließen Godemar bis zu seinem Todein Ruhe. Der erfolgte im Jahre 534, und nun verbandenfie sich mit dem jungen Könige von Austrasien, ihrem NeffenTheodebert I., der seinem VaterTheodorich in demsel-ben Jahre in der Regierung folgte und eröffneten von Neuemden Krieg gegen Burgund. Er endete mit gänzlicher Un-terwerfung desselben unter die fränkische Oberherrlichkeit.Aber sogleich erstand Burgund durch Erhebung zu einemeigenen fränkischen Königreich und die damit verbundeneGleichstellung mit den übrigen fränkischen Königreichen,wie Austrasien u. s. w., wieder aus seiner Asche unddrohte später eine Zeitlang das ganze Frankenreich zu ver-schlingen. Aber es wurde wieder gedemüthigt und zuletzt aufdie erst im späten Mittelalter hinzukommenden, durch Hei-rath an Spanien übergehenden Niederlande beschränkt,die sich in den Stürmen der Reformation von dieser neuenOberherrlichkeit losrissen und wieder zur Selbstständigkeiterhoben, welche sie heute noch behaupten, während das inden Grenzen Frankreichs gelegene Mutterreich längst spurlosim französischen Staate aufgegangen ist.

§ 94. Unterwerfung Thüringens unter die fränkische Herrschaft.

Während die drei Söhne Chlotilden's hauptsächlich aufdie Erwerbung des Burgunderreiches dachten, zielte ihr