Band 
Erster Theil.
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derjenigen Ruhe und Stetigkeit gelangten, die der aus-gestreute Samen des Christenthums erforderte, wenn erkeimen und Wurzel fassen und Frucht bringen sollte. DieEroberung des Thüringer Landes durch die Franken undSachsen gab dieser fluchenden Bewegung, nachdem sie sichkaum etwas zu legen angefangen, aus's Neue wieder einengewaltigen Stoß. Die Sachsen drangen in das eroberteLand ein und zogen von dort aus zum Theil ihren Brü-dern, den Longobarden, zu, mit denen sie 568 nachItalien aufbrachen. In die von ihnen geräumte Landschaftrief nun der Erbe von Austrasien — diesem Haupttheile desFrankenreiches, dem vorzugsweise sogenannten Frankenlande,fielen stets alle Erwerbungen zu, die im Osten, also aufdeutschem Boden, gemacht wurden — Siegbert I.,Chlotars I. ältester Sohn, der 561—575 regierte, neueAnsiedler, und zwar in die Gegend von Merseburg Chat-ten, in das Land zwischen der Unstrut, Helme und derobern Wipper Friesen und in die Gegend von Aschers-leben um die Bode herum Sueven aus dem nördlichenTheile Alamanniens. Mittlerweile pflanzte sich die wogendeBewegung durch ganz Südostdeutschland fort und locktedurch den Wegzug der Longobarden aus den Ländernder mittlern Donau, die aus Asien herangeschwemmtenAvalen in das Germanengebiet. Die morgenländischenEindringlinge faßten festen Fuß und dehnten ihr Reichallmälig bis zur Westgrenze des heutigen Oesterreichs undBöhmens aus, so daß sich Karl der Große, mit dessenReich es nun unmittelbar zusammenstieß, zuletzt genöthigtsah, die sogenannte avarische Mark gegen sie zu er-richten, aus welcher sich im Laufe der Zeiten durch Ver-schmelzung mit dem östlichen Theile des Avarenreiches dieösterreichische Monarchie entwickelte, die eine Erbin des !