Band 
Zweiter Theil.
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XXV

Hause", so daß die Römer, welche die Jahre nach ihrenConsuln zählten, mit bitterm Spott über sich selbst sag-ten: »In dem Jahre, da Julius und Cäsar Consulwaren".

Von der göttlichen Weltregierung auf diese Höhe ge-stellt und gleichsam auf den Händen derselben seinergroßen Bestimmung entgegengetragen, dem Herrn undseinem Evangelium die Pforten der Welt auszuschließenund den Weg durch die Völker der Erde zu bahnen, ge-wann auch Cäsar mit jedem Tage mehr Zuversicht zuseinem Schicksale, und diese Zuversicht machte ihn unüber-windlich. Während eines Seesturmes sprach er zum Steuer-mann, der bereits Schiff und Mannschaft verloren gab:»Weißt du nicht, daß du Cäsar an Bord hast und seinGlück". Er fühlte, daß er zu etwas Großem geboren war,und daß er nicht sterben könnte, bevor er das Ziel erreichthätte. Seine Ahnung betrog ihn, und sie betrog ihn nicht,sie betrog ihn in Bezug auf das Ziel, das er sich selbst ge-steckt hatte, sie betrog ihn nicht in Bezug auf das Ziel, dasihm Gott gesteckt hatte. Das erstere erreichte er nicht mehr,er fiel durch Mörderhand in dem Augenblicke, in welchemer die Hand ausstreckte, dasselbe zu fassen, das letztere er-reichte er, der Bau der römischen Weltalleinherrschaft stand,als er abgerufen wurde, sein Erbe Cäsar OctavianusAugustus hatte ihn nur noch in seinen Einzelheiten zuvollenden.

Um sich in der Volksgunst zu erhalten, die ihn aufseine Höhe getragen hatte, griff der große Denker zu einemMittel, das noch keinem der frühern Gewalthaber zu Sinnegekommen war, aber seines Erfolges nicht wohl verfehlenkonnte; er machte die Senatsverhandlungen in einemöffentlichen Blatre bekannt, das er täglich erscheinen ließ.

C'inführ. d. Christenthums il