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witzelnden, spielenden Kunst eines Redekünstlers, der jedochnicht selten ahnen läßt, daß es ihm zu Befähigung zuBesserem nicht gefehlt hätte. Das Kapitel seiner kurzenrömischen Geschichte, in welchem er Augustus' ger-manische Feldzüge erzählt, scheint durchaus zwischen Wahr-heit und Uebertreibung zu schwanken und läßt bisweilenzweifeln, ob eine Angabe ernst gemeint oder nur eineschmückende Zuthat des Formkünstlers sei« Eine bessereund reichere Ausbeute gewahrt Ammi anus Marcellinus,aus dem Anfange des fünften Jahrhunderts; derselbeerzählt in 31 Büchern, wovon jedoch die 13 ersten verlorengegangen sind, von dem Zeitpunkte, mit welchem Tacitusseine Kaisergeschichte schloß, der Thronbesteigung Nerva's(9t>) an bis zum Tode des Valens (378) die Thatender Römer mit aufrichtiger Wahrheitsliebe und kritischemTakt. Früher selbst Soldat, schildert er mit besondererVorliebe kriegerische Ereignisse und bildet namentlich einesehr schätzbare Quelle für die Kämpfe der späteren Kaisergegen die Alamannen. Für die Lücken geben sehr Will-iam mene Ergänzungen die treuen, aber ohne Sichtungzusammengetragenen Berichte der schon einer früherenPeriode, dem dritten und vierten Jahrhundert, angehöri-gen »sechs Geschichtschreiber der Kaiserzeit«, nnter denenVopiscus mir seinem »Leben des Kaisers Probus« undetwa noch Aurelius Victor und Trebellius Polliozu nennen sind, sodann Ammian's Zeitgenosse, der griechischeGeschichtschreiber Zosimus, dessen eben so schön alsgut geschriebene Geschichte des römischen Kaiserreiches vonAugustus bis Honorius (410) reicht. Aus späterer Zeiterhalten wir noch von Orosius (s. den Quellennachweis
* Ebend. S. 251.'
i?.nführ. d Chvlstciithums, U. L