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hatten. Gregor war im Anfange der dreißiger Jahre, alser so zu den höchsten geistlichen Würden gelangte undvon dem Bischof Egidius von Rheims die Weihe erhielt.Nicht ohne Einfluß auf seine Ernennung war die Gunstder heiligen Radegunde, die damals in dem von ihrgestifteten Kloster zu Poitiers lebte. Diese merkwürdigeFrau, die Tochter des Thüringer Königs Berthar, haueChlotar, als sie der Krieg ihm als Beute in die Händelieferte, sich zur Gemahlin ersehen und sich in der Folgemit ihr vermählt, aber die einem beschaulichen Leben zu-gewandte edle Frau floh den Glanz und die Gräuel desHofes und suchre die Einsamkeit und den Frieden einerengen Zelle. Chlotar, der, wie er selbst sagte, in ihr eineNonne, nicht ein Eheweib fand, hatte zuletzt in eine Tren-nung von ihr gewilligt und ihr erlaubt, zu Poitiers, vonder Welt abgeschieden, zu leben. Hier hatte sie eine Sckaarvon jungen Mädchen um sich gesammelt und dieser Kon-gregation die klösterliche Regel des heiligen Cäsarius ver-liehen. Ihre Pflegetochter Agnes stellte sie als Aebnssinan die Spitze des Klosters und ordnete sich in Demuthselbst ihr unter, einem Mädchen, dem sie in jeder Bezie-hung weit überlegen war. Dieses Kloster war in denStürmen einer zügellosen Zeit ein Asyl für das Unglückund die bedrängte Unschuld hülfloser Jungfrauen, derenAbgeschiedenheit das Gebet tröstete und wissenschaftlicheBeschäftigungen und Spiele erheiterten.
»Um das Jahr öttü machte Radegunde die Bekannt-schaft des für die Geschichte seiner Zeit höchst bedeutungs-vollen italischen Dichters Venantius Honorius kle-in e n t i a n u s Forlunatus, der aus dem Trevisanischengebürtig, nach Tours gekommen war, um dem heiligenMartinas seine Berehrung zu beweisen, am Hofe König