Band 
Zweiter Theil.
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strömte nun mit dem Sauerteige des Reiches Gottes einneuer Lebenssaft, und dieser neue, selbst lebendige, vomheiligen Geiste beseelte Lebenssaft ergoß sich mit diesem,seinem Träger, gleich dem elektrischen Strome durch alleKanäle des Körpers. Besonders waren es, wie wir imersten Theile gesehen haben, die unaufhörlich hinundher-fluthenden Truppenmassen, welche mit ihren Kriegsfahnenauch die Friedensfahne des Evangeliums überall hintrugen,und wenn wir also auch nicht aller Orten die unmittel-bare Verkündigung der Heilsbotschaft durch eigens dazubestellte und gesandte Glaubensprediger nachweisen können,so sind wir nun doch überzeugt und nicht nur überzeugt,sondern sogar überwiesen, daß es schon in den erstenZeiten der christlichen Kirche an allen Enden des römischenReiches und namentlich auch im südwestlichen DeutschlandKniee gab, die sich vor dem Namen Jesu beugten; undwir sind insbesondere zu der Annahme berechtigt, ja ge-zwungen, daß wenigstens in den größern Standlagern oderMilitärkolonien am Rhein und an der Donau schon da-mals christliche Gemeinden bestanden oder sich bildeten,die dann unmöglich verfehlen konnten, sich auch nach außenzu strecken und Pflanzstädte des Christenthums für ihreUmgebung zu werden.

8 T geschichtliche Thatsachen und Lelege für die Ein-führung des Christenthums in das südwestliche Deutlch-land schon unter der Römerherrschast in demlelüen.

Uebrigens bezogen sich die Worte, die der Herr vorseiner Himmelfahrt zu seinen Jüngern sprach: »Ihr wer-det die Kraft des heiligen Geistes empfangen,der über euch kommen wird, und werdet meineZeugen sein in Jerusalem und in ganz Judaa