Band 
Zweiter Theil.
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danus (Rhone), gegründet, gegen den Schluß desselben,im Jahre 14 v. Chr., errichtete es dem römischen KaiserAugustus, der mit seinem Tode unter die Götter ver-setzt wurde, eine Ehre, welche sein Nachfolger Tiberiusauch Christo widerfahren lassen wollte, einen Tempel.Hundert Jahre nach ihrer Gründung, um die Mitte desersten Jahrhunderts nach Christo, brannte die junge Stadtnieder, aber binnen kurzer Zeit stieg sie schöner und herr-licher, als sie gewesen, wieder aus ihrer Asche empor. Umdie Mitte des zweiten Jahrhunderts nach Christo erschienvon dem Apostelschüler Polykarp, dem nachmaligenMärtyrer, aus Kleinasien gesandt, »mitten in der Finster-niß der neuen Bewohner Galliens (der Römer), die sichhier mit den alten (den Kelten) vermischten, mit einemMale wie die Morgenröthe, der demüthige Glaubensbotevon Smyrna, der heilige Pothinus, ein Diener der Re-ligion der Reinigkeit und der Liebe, der Religion, welchedieser Bevölkerung eine ganz neue Lehre und ein ganzneues Licht mittheilte und ihr die Pforten eines jenseiti-gen, ewigen Lebens ausschloß.« * Nachdem dieser erste Bi-schof der Lugduner Kirche, ein neunzigjähriger Greis, mitder Märtyrerkrone geschmückt, zur ewigen Seligkeit einge-gangen war, ** folgte als zweiter Bischof von Lyon ein

^ ^rbbs Lscques, Ort-rias 6s I'sKlise 6s Lz-oii, p. 7.

Eusebius hat uns in seiner Kirchengeschichte (5, 1 u. Lo-den „Brief der Kirchen von Brenne und Lyon überdas Marterthum des heiligen Potbinus und vie-ler Anderer an die Brüde r in Asien und Ph rü-gten, die mit uns denselben Glauben und dieselbeHoffnung der Erlösung haben", aufbewahrt. Derselbeerzählt uns den Hingang des Heiligen mit folgenden Worten: „Derselige Pothinus, dem das Bisthum der Gemeinde zu Lyon anvertraut