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anderer Schüler des heiligen Polykarp, Iren aus, der,nachdem er fünfundzwanzig Jahre lang die christliche Ge-meinde von Lyon geleitet, ebenfalls gekrönt wurde (202).Dieser große Heilige, eine der ersten Persönlichkeiten derKircbe, welcher nicht nur der Christenheit von Lyon, wel-cher der Christenheit des gesammten Galliens ein Bischof*war im Geiste und nach dem Herzen Gottes, welcher mitder ganzen christlichen Welt im lebendigsten Verkehr stand,welcher Glaubensboten nach allen Seiten, besonders auchm die Provinzen am Rhein, wie namentlich den PriesterFerreolus und den Diakon Fcrutio nach Besanyon sandte,gibt in seiner ausgezeichneten Schrift «gegen die Häresieen",welche ursprünglich den Titel führte: «Inbegriff und Wi-derlegung der fälschlich sich so nennenden Erkenntniß(Gnosis)", ein Zeugniß von dem Bestände christlicher
war, wurde über neunzig Jahre alt, und kaum noch athmend, aberwegen seines Verlangens nach der Marterkrone mit wunderbarer Heiter-keit des Geistes gestärkt, von den Soldaten zum Richterstuhle geschleppt;ihn verfolgten die Obrigkeiten der Stadt und das ganze Volk mitallerlei Geschrei, wie wenn er selbst Christus wäre. Von dem Statt-halter gefragt, welches der Gott der Christen sei, erwiderte er: wennDu dessen würdig bist, wirst Du es erfahren. Nach diesem wurde erergriffen und mit unzähligen Streichen gepeinigt; die Nächststehendenstießen und schlugen ihn mit Füßen und Fäusten; die Entferntem war-fen, was ihnen zur Hand war, gegen ihn, und Alle hätten sich für Ver-brecher gehalten, wenn sie ibn nicht mit Wort oder That angegriffenbätten. Dann wurde er, kaum noch lebend, in das Gefängniß geführt,und zwei Tage darauf hauchte er seine Seele aus."
* Eusebius sagt ausdrücklich, er habe die Kirchen Galliensals Bischof geleitet, denn er gebraucht hier den Ausdruckwörtlich: überwachen, beaufsichtigen, die Wurzel der Wörterepiseopus, Bischof. Jrenäus kann somit auch gewissermaßen als dererste Bischof des damals zu Gallien gehörigen südwestlichen Deutsch-lands betrachtet werden.