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mehrere Bisthümer gestiftet worden seien, über welcheJrenäus eine Art geistlicher Obergewalt ausübte, die infolgenden Zeiten mit dem Ausdrucke: Metropolitan-Rechtist bezeichnet worden.
»Die Kirche hat zu allen Zeiten den heiligen Jrenäusals Märtyrer verehrt; diese Würde kann ihm nur in derVerfolgung des römischen Kaisers Septimius Severusgeworden sein. Die Volkssage zu Lyon sprach, nach demBericht des Gregor von Tours, im sechsten Jahrhundertvon den schrecklichen Verwüstungen, welche diese Verfol-gung über die Kirche dieser Stadt gebracht*, und wennauch die Umstände, wodurch sie bezeichnet wird, eine über-triebene Verschönerung der Darstellung, welche die Zeitallmälig in die Volkssage zu bringen Pflegte, zu vermuthengeben, so läßt sich doch nicht zweifeln, daß diese Zu-sätze allemal auf einem gewissen Fond vonWahrheit ruhen, welcher der Verschönerungals Thatsache zu Grunde liegt, wenn auch infolgenden Zeiten die genaue Sichtung desWahren vom Erdichteten nicht mehr möglichist; ohnehin ging doch die polemische Tendenz der Ver-folgung zuvcrläßig auf die angesehensten Kirchenlehrer; wie-wohl von gleichzeitigen oder unmittelbar folgenden Schrift-stellern der Tod des heiligen Jrenäus nicht erwähnt wird,so wird doch gewöhnlich, nach obigen Gründen, das Jahr202 als der Zeitpunkt seines Martertodes angenommenst' **
„Das Blut der Märtvrer stoß in Strömen auf allen Straßen;nach Usuard und Adv (fränkischen Martyrologen aus dem neuntenJahrhundert) starb der heilige Jrenäus und fast seine ganze Gemeindein dieser Verfolgung den Marrertod."
Katerkamp's Kirchengeschichte. Münster 1823. Bd. 1. S.254, 255 und 253.