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Daß es schon in den ersten Jahrhunderten auf bei-den Seiten des Rheines christliche Gemeinden gab, be-zeugt ein anderer Schriftsteller des christlichen Alterthums,der griechische Kirchengeschichtschreiber Sozomenus aus derersten Hälfte des fünften Jahrhunderts, wenn er im sechs-ten Kapitel seines zweiten Buches sagt, daß, als Konstan-tin das Christenthum zur Herrschaft gebracht, also im An-fange des vierten Jahrhunderts, die Rheinvölker (r« «zrr/U'rCsivov PN/l«, die auf beiden Seiten des Rheineswohnenden Stämme) sich bereits zum Christenthume be-kannten. Dasselbe ergibt sich mit Nothwendigkeit auseinem von dem heidnischen Geschichtschreiber AmmianusMarcellinus (welcher der zweiten Hälfte des viertenJahrhunderts angehörte) erzählten Vorfall. Die Römerhatten sich bereits aus dem Zehntlande zurückgezogen. T)wAlamannen hatten sich darin festgesetzt und traten alleSpuren römischer Kultur und christlicher Gesittung in den -
Grund. Nur am Mittelrhein, in Mainz und seiner näch- '
sten Umgebung, stand noch der römische Adler und unterdem Schutze seiner Flügel das christliche Kreuz. Die Ala-mannen, die sich noch lange nicht zum Christenthume be-kannten, waren doch nicht ganz unbekannt mit demselben.»Als Valentinian I. (364—375 Beherrscher des Abend-landes), vorsichtig wie er glaubte (mit den Besatzungs-truppen) zu einer Kriegsunternehmung ausgezogen war,schlich sich ein alamannischer Häuptling (^tamnonus re-Zalis sreZuIuss), * Namens Rando nach langer Vorberei- 'rung mit leichtfüßigem Raubgesindel heimlich in das vonder Besatzung entblößte Mainz und führte, weil er die
* Die gewöhnliche Bezeichnung für die Fürsten der verschiedenenStämme.