Band 
Zweiter Theil.
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Annahme, daß unter dieser Legion christliche Soldaten inunseren Gegenden gelebt haben. Diese Monumente könnenvon heidnischen Contubernalen der christlichen Soldatenerrichtet sein, während die letztem ihr Dasein durch keineähnlichen Denkmäler verewigten.« So lange die Römer imZehntlande geboten, war das Christenthum in der Römer-welt noch geächtet, und dessen Bekenntniß, besonders beider Armee, unterdrückt. Konnten die Gläubigen nur beiNacht und in Grüften und Steinbrüchen ihre Versamm-lungen halten und ihre heiligen Geheimnisse feiern, soversteht es sich doch Wohl von selbst, daß sie die Symboleihres Glaubens öffentlichen Denksteinen nicht anvertrauenkonnten, sie mußten ein verborgenes Leben in Christoleben, und sie lebten ein solches.

8 4. Ueusierliche Alleinherrschaft des Heiümthums unterder Rö'merherrschnsl im südwefltirhen Deutschland und

Zeugnisse für dieselbe in heidnischen Alterthümern.

»Die hauptsächlichsten Aufschlüsse über die religiösenAnsichten der Bewohner des Zehntlandes unter römischerHerrschaft geben uns unstreitig die Denkmäler, die ausjener längst verschollenen Zeit jetzt noch zu uns herüber-sprechen. Württemberg zählt bis jetzt 122 innerhalb seinerGrenzen gefundene Steininschriften und Bildwerke römi-schen Ursprungs, von denen einzelne jedoch durch die Un-bild der Zeit und die Thorheit und Saumseligkeit derMenschen wieder verschwu-nden sind. * Ein bedeutender

* „Dr. Friedrich Christoph Stälin, Professor und Bibliothekar ander königl. vffentl. Bibliothek in Stuttgart, hat ein Verzeichnis; und einekurze Beschreibung von sämmtlichen in Württemberg gefundenen römi-schen Steininschristen und Bildwerken geliefert. Seine Schritt ist abge-