Theil dieser römischen Denkmäler sind Altäre, den heid-nischen Göttern errichtet, und sie finden sich in solcherVerbreitung fast in allen Distrikten Württembergs, daßkein Zweifel übrig bleibt, unsere ganze Gegend habe die-sen Kultus gepflogen. Bald ist es eine einzelne Gottheit,welcher der Altar oder Denkstein gewidmet ist, bald sindes zwei, die auch sonst gewöhnlich verbunden erscheinen,bald ist es eine ganze Reihe besonders der obern Gotthei-ten, deren Namen oder Bilder auf den Monumenten ge-funden werden. Die meisten dieser in unsern Gegendenim zweiten und dritten Jahrhundert nach Christus verehr-ten Gottheiten gehören der griechisch-römischen Mythologiean, dem Jupiter z. B. standen Altäre in der Nähe vonCannstadt, dann bei Rißtissen, Oberamt Ehingen, zuBöckingen, Oberamt Heilbronn, zu Gundelsheim und Oln-hausen, Oberamt Neckarsulm, zu Kusterdingen bei Tübingen,zu Metzingen, Weltzheim und an andern Orten. Neben Ju-piter erscheint Juno die Königin (lluno ro^lim) auf einemSteine zu Cannstadt, aus einem Altare zu Gundelsheimund aus den drei Altären zu Olnhausen, aus dem Altarezu Kusterdingen und einem zu Metzingen. Außerdem er-scheint ihr Namen noch in andern Verbindungen, wie zuJagsthausen, Oberamt Nekarsulm, auf einem Altare mitder Inschrift: »Juno, der großen Königin, dem Marsund dem Herkules (ückgANW -lunoni reKMW, Ickarti etNorouli)«. Von den übrigen Gottheiten sind es besondersDiana, Apollo, Mars, Merkur, Minerva,
druckt in Memminger's Württ. Jahrbüchern. Jahr 1835, Heft 1."In derselben Richtung haben sich besonders verdient gemacht Steinerund Lersch, jener mit seinem: „tlocksx inscriptionum rowsnsruwirM'iii". Zwei Theile. Darmstadt 1837, dieser mit seinem: „Central-miiscum rbeinländischer Inschriften". Bonn 1837.