Proserpina, Pluto, von deren Kultus sich Spurenfinden, sowie auch die Unter- und Halbgötter, Castorund Pollux, Janus, Sol, Fortuna, Herkules,die Musen, Nymphen, Genien und die Götterder Wege nicht vergessen sind.
»Bedeutender für die älteste Religionsgeschichte unsererGegend sind die aus der Römerzeit vorhandenen Denk-mäler nichtrömischer Gottheiten. Das Mithra monument,zu Fellbach bei Cannstadt gefunden, und die zweimal vor-kommenden Mithraaufschristen deuten auf egyptischenKultus, der durch römische Soldaten hieher gekommen seinmag. Aber es finden sich auch Götterbenennungen, dieohne Zweifel gallischen Ursprungs sind, z. B. zu Böckin-gen bei Heilbronn eine Inschrift mit den Worten: 8ono-nibus matronis (den Senonischen Frauen), wahrscheinlichvon den nach Tacitus eingewanderten Galliern, worunterSenonen gewesen sein mögen, ihren weiblichen Schutz-gottheiten gewidmet; ebendaselbst ein Altar Llarti 6aitu-riZi *, und zweimal ein Denkmal mit der Aufschrift:^pollini Oranno, ** was Alles auf gallische Gottheitenhinweist.
,Am interessantesten sind zwei Denkmäler einheimischerGottheiten, das eine bei Alpirspach, Oberamt Oberndorf,gefunden, ein Altar mit der Aufschrift: ^bnodW (der Göt-tin des Schwarzwaldes), das andere ein Stein zu Riß-tissen, Oberamt Ehingen, Oamivio (der Donau) gewidmet.Daß der Schwarzwald unter dem besondern Schutze einer
'' Dem Carturigcr Mars (dem Kriegsgvtt der Carturigen, einergallischen Völkerschaft in der Dauphins, gewöhnlich Caturigen ge-schrieben).
6rsnnu8 von dem gälischen »roan (Tonne) oder Aresrni(Haar), Apollo, dem Sonnengott oder Lichthaarigcn.