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Gottheit und vor Allem der Jagdgöttin gedacht wurde,ist an sich höchst wahrscheinlich und findet seine volle Bestätigung in dem von Martin Gerbert, Abt von St.Bla-sien, beschriebenen Altare der Diana ^dnoba, worausauch hervorgeht, daß der Diana selbst vom Schwarzwalde,in dem man sie wohnend dachte, den Beinamen ^bvob»gegeben ward. Eben so wenig ist es auffallend, wenn derDonau, die bei Rißtiffen zwischen Ehingen und Ulmschon ein bedeutender Fluß ist, göttliche Ehre erwiesenward, lag ja dieß im Charakter der alten Mythologie.Aus dem Ganzen aber erhellet, wie in unserer Gegenddurch die Vermischung der eingewanderten Gallier mit denhier stationirenden Römern ein Gemische von römischemund gallischem Kultus entstand, noch besonders modisizirtdurch die Verehrung einheimischer mächtiger Gegenstände,wie des schauervollen Schwarzwaldes und der majestäti-schen Donau.
, »Daß dieser heidnische Kultus in unsern Gegenden,während sie unter Roms Szepter standen, der herrschendewar, können und müssen wir, wie bemerkt, aus der Ver-breitung der hiefür sprechenden alten Denkmäler in allenTheilen Württembergs erschließen, und man kann jenesum so weniger in Zweifel ziehen, da auch von heidnischenTempeln sich Spuren in unserm Vaterlande erhaltenhaben. Ein für römisch geltender Tempel von beträcht-licher Größe ward im Jahr 1792 in Kuppingen, OberamtHerrenberg, abgebrochen, um die Steine dieses seltenenDenkmals zum Baue von einigen Zehntscheunen benützenzu können. Säulen in beträchtlicher Anzahl, die einst diePlafonds römischer Heiligthümer getragen zu haben schei-nen, finden sich mehrfach in Württemberg, und Hinweisungaus ehemalige römische Tempel geben uns manche noch