auf einen Genesius, von dessen Frau und Söhnenerrichtet, u. dgl. mehr. Auch griechische Inschriften kommenvor, wie sie für Trier, den Sitz hoher Bildung, erklär-lich sind.
»Dagegen für die Donauländer ist die Armuth anchristlichen Inschriften äußerst auffallend, während die Mengeder heidnischen den Rheinländern durchaus nicht nachsteht.Es können bis jetzt nur zwei mit Gewißheit nachgewiesenwerden, zu Sadaria (Stein am Anger, links der obernRaab) aus einen zwölfjährigen Knaben Florentinus, undzu Siscia (Sissek am Einflüsse der Kulp in die Sau,einer von Septimius Severus (193—211) angelegtenKolonie) aus eine Severilla, wozu etwa noch in Lai-bach ein Taufstein, jedoch wohl aus späterer Zeit komml.
,Die ältesten Denkmäler des Christenthums in Deutsch-land sind aber wohl einige in Trier unter Co riskant in,wahrscheinlich vor 326, geprägte Münzen, die neben demSonnengott ausdrücklich das Zeichen des Kreuzes haben;und eine andere in Augsburg aus Gratian's Zeit(375 — 383), auf der ein Soldat das MonogrammChristi trägt."
Wir haben nun den Beweis, daß zur Zeit der Römer-barschaft am Rhein und an der Donau das Heidenthumnoch in den letzten Tagen derselben bei Weitem die Ober-hand hatte, daß aber von der zweiten Hälfte des erstenJahrhunderts der Kirche an das Christenthum in diesenGegenden seine Bekenner fand, und die Zahl der Letzter»,obwohl sie sich ganz im Verborgenen hielten, mehr undmehr zunahm, bis die Römer endlich durch die anstür-menden Germanen aus ihren lang behaupteten Erobe-rungen an den beiden genannten Strömen nach und nachwieder hinausgeschoben und hinausgeworfen wurden und