Band 
Zweiter Theil.
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zu pflanzen. Erst als Probus den wankenden Thronbestieg, erneuerte sich die Herrschaft im Zehntlande wieder.Von Jugend auf in den Waffen geübt, im Heere großgeworden, hatte Probus früh zu großen Hoffnungen per-sönlichen Heldenmuths und hoher Feldherrneigenschaftenberechtigt und selben im Fortgang seiner militärischenLaufbahn in so hohem Grade entsprochen, daß von ihmjetzt die Rettung des Reiches erwartet werden durfte.Probus zeigte auch bald, daß er der Mann sei, dem kran-ken Riesen mächtig unter die Arme zu greifen. Davonwußten auch die Alamannen zu sagen. Sicher schweiftensie seit Kaiser Aureliaws Tod in's römische Gallienhinüber, und schon vierzig Städte waren in ihren Hän-den. Aber Probus schlug sie in mörderischer Schlacht,jagte den Neberrest über den Neckar und die Alb zurück *und legte auf der Barbaren Grund und Boden römischeStädte und Festungen an, deren eine einer alten Chronikzufolge Weinsberg sein soll. (Der berühmte Württem-bergische Geschichtsforscher) Sattler zieht zwar (in seinerWürttembergischen Geschichte) in Zweifel, daß Probus alsWiederhersteller des Walles angesehen werden dürfe, aberes scheint mir ein einfacher Schluß: wenn Probus anfesten Besitz dieses Landes dachte, was nicht geläugnet

* „Vopiscus in seinem „„Leben des Probus (vits krobi)""e. 12 u. 13. Ohne die verschiedenen Ansichten über die Alb» desVopiscus kritisch durchzugehen, bemerke ich sHefele) nur kurz meineAnsicht: es seien hierunter jene nordwestlichen Vorspränge der Alb inder Gegend von Göppingen und Lorch verstanden, wo die schwäbischeAlb in einzelne hervorragende Berge, den Hohenstaufen, Rcchberg,Simsen u. dgl., ausläust. Wenn Probus die Alamannen über dieseVoralb Hinaustrieb, dann kamen sie zugleich auch über das römilcheZehntland hinaus, dann erhellt aber auch, wie die Teuselsmauer mitRecht Vsllum krodi iProbuswall) heiße."