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werden kann, so mußte er auch die Wiederherstellung derbeschädigten Grenzmauer betreiben. Gewiß ist, daß aufsein Geheiß am rechten Rheinufer Wohnungen entstanden,Land- und Weinbau bei den römischen Stationen blühten,daß überhaupt jetzt unter ihm das eigentliche Deutschlandeine kultivirtere Gestalt zu gewinnen begann. Deßhalbsagt Pfister (in seiner Geschichte von Schwaben, Band 1,Seite 54): »«Wenn die Römer in diesen Gegenden sichlänger behauptet hätten, so würde schon damals eine schö-nere Kultur allmälig über Germanien verbreitet wordensein, aber dann möchten wir wohl auch den Urcharakterder germanischen Völker nicht mehr kennen«".
»Aber Probus, groß in seinen Thaten, wie in seinenPlanen, führte nur sechs Jahre die Zügel des Reiches,das nach ihm wieder an innerem Zwiste und Parteikampferlahmte, während die jugendlichen Barbaren vom Nordenher in ungeschwächter Kraft gegen den alten Koloß an-stürmten und vor ihren Tritten ein Theil desselben nachdem andern zusammenstürzte. Nach Probus waren derRhein und die Donau wieder die Grenzen der römischenHerrschaft, und die Römer durften sich glücklich schätzen,wenn sie nur ihr Gallien und Rhätien gegen die Ein-fälle der Alemannen beschützten, an welche die Länderzwischen dem Rhein und der Donau nach dem Jahre 283unwiderbringlich verloren waren." *
§ 7. Da« freie Mrmmmentnnd.
Nachdem die Alamannen sich einmal in der Ecke zwi-schen der obern Donau und dem Rheine festgesetzt hatten,lagen sie hier wie der Tiger in seinem Versteck, aus den
* Hefele a. a. L. S. 35, 36, 83, 37, 38.