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auf dem sie den Zugang zu den Herzen gewinnen konn-ten. Und eben als eine Vorbereitungszeit für die Befähi-gung der Alamannen zum Christenthume begreifen wirinsbesondere die Epoche von 283 bis 496, in welcher dieAlamannen zwar noch in einem Gegensatze zum Christen-thume standen, aber ihre Gemüther durch einleitende Be-kanntschaft mit der christlichen Lehre nach und nach mitdem Gedanken an's Christenthum sich immer mehr aus-söhnen und stets vertrauter werden sollten, bis die Zeiterschien, wo die Aufforderung, zum Christenthum überzu-treten, auch an die Alamannen erging."
Uebrigens mögen und müssen sogar einzelne Uebertritteschon in diesem Zeitraume erfolgt sein; denn, wie wir inunserem ersten Theile gezeigt haben, an Empfänglichkeitfür die Lehre des Heils fehlte es den Germanenvölkernkeineswegs, und an Einladungen zum Uebertritt fehlte eseben so wenig. Das Land, von welchem die AlamannenBesitz nahmen , war wenn auch zu einem noch so kleinenTheile von Christen bewohnt gewesen, und mögen sich auchmit der römischen Besatzung die Meisten derselben an undüber die Grenzen zurückgezogen haben, so blieben sie jaauch dorr nicht von aller Berührung mit der neuen Be-völkerung abgeschnitten. Der Nachbar, mag diese Berührungnun eine freundliche oder eine feindliche, eine annäherndeoder eine abwehrende sein, übt wie in der körperlichen, soin der geistigen Welt immer einen gewissen ausgleichendenEinfluß auf den Nachbar; zudem blieben gewiß auch einzelneChristen auf dem heimischen Boden zurück; und warendiese nun auch die Besiegten: die Macht der Wahrheitist unüberwindlich, im ganzen römischen Reiche ging dieGesittung, die Rechtspflege, die Religion der Besiegtenauch auf die Sieger über. Der Kreislauf des vom heili-