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bestätigt uns auch Claudianus, ein römischer Dichterunter Theodostus dem Großen und seinen Söhnen Hono-rius und Arcadius. Er sagt in einem Lobgedichte aufden oben erwähnten Reichsverweser und KronfeldherrnStilicho:
«llt prooul Here^niss per vssls siisnlj» silvseUensri t>Uo liesst, lucos^us vstustsUslliAioni trucss st robors, oumims instsrIZsrbsrici, nostrre wrisut jwpuus dipeiilies.
(Daß weithin durch des herchnischen Wald's unermeßliches SchweigenSicher die Jagd nun erschallt, und den auf die alte VerebrungPochenden Hain, und die Eiche, das Bild der barbarischen Gottheit,Ungestraft das römische Beil nun lichtet und fället).«
Daß die Alamannen sogar noch um die Mitte dessechsten Jahrhunderts, als sie schon lange unter fränki-scher Herrschaft standen, immer noch nichts vom Christen-thums wissen wollten, bezeugt ein Zeitgenosse des byzan-tinischen Kaisers Justinian des Ersten, (527—565) der grie-chische Geschichtschreiber Agathias, der in fünf Bücherndas Werk des Procopius über den gothischen Krieg fort-setzte, in einer andern Schrift, die den Titel »Zeitgeschichteoder kistoriW" führt (1, 7), ausdrücklich mit den Worten:»Wenn sich die Alamannen auch im bürgerlichen Leben undin der Staatsverwaltung an fränkische Gesetze und Ordnun-gen halten, so theilen sie doch keineswegs die Religion mitihren Oberherrn, sie verehren noch Bäume, Gewässer, Bergeu. s. w.« Daß aber bei all dem schon zur Zeit ihrer Frei-heit Christen unter ihnen lebten, meldet eben so ausdrücklich,wenn gleich nicht in einem Geschichtswerke, sondern in einerVertheidigungsschrist, ein zeitgenössischer Schriftsteller in einerStelle, deren Inhalt, was ihm an historischer Auktoritätetwa abgeläugnet werden mag, durch die Uebereinstimmung
Einfuhr, d. Christenthums. II. 4