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mit der oben entwickelten Natur der Sache, vermöge wel-cher es gar nicht anders kommen konnte, mehr als hin-reichend wieder ersetzt. Der bezeichnete Schriftsteller, A r n o-bius der Aeltere, sagt in seinem bei Gelegenheit derDiocletianischen Verfolgung (303), während welcher erzum Christenthume übertrat, verfaßten ausgezeichnetenWerke: »Sieben Bücher Strcitreden wider die Heiden(libri VII. «llsputationuw aclvörsus Gentes)" im erstenBuche u. a.: «Wenn die Götter der Heiden die Ala man-nen, Perser, Scythen darum besiegt werden ließen, weilChristen unter ihren Völkern wohnten undlebten: wie konnten sie den Römern den Sieg verleihen,da auch unter ihren Völkern Christen wohnten und leb-ten?« Es dauerte lange, es dauerte sehr lange, bis deralamannische Boden soweit urbar gemacht war, daß derSamen des Christenthums eingestreut werden, und wenner eingestreut war, Wurzel fassen konnte. Die ganzeLebenszeit des merowingischen Herrscherhauses ging nochdarüber hin.
§ 9. Das Vlamanneuland unter der fränkischenHerrschaft.
Die Franken waren, wenn auch nicht ohne Falsch, wiedie Tauben, so doch klug, wie die Schlangen, sie stießendie Welt, auf deren Eroberung sie ausgingen, nicht sogleichvor den Kopf, sie trugen das Sprüchwort im Herzen:»strenge Herren regieren nicht lange«, und dachten: «miteinem Löffel voll Honig fängt man mehr Fliegen, als miteinem Faß voll Essig«; sie ließen die Völker, die sie sichunterwarfen, ruhig in ihren Sitten und Gewohnheitengewähren, sie mischten sich anscheinend gar nicht in ibreinneren Angelegenheiten, sie schickten ihnen lange, sehr