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Ehildebert II. (595) durch Brechung der Alamannen-macht mittelst Ueberweisung des bisher zu Alamanniengehörenden Elsaßes an Burgund, die eine» blutigen Bru-derkrieg zwischen seinen Söhnen Theudebert II. undTheodorich II. und mit ihm überhaupt jene Verwir-rung im Frankenreiche herbeiführte, in welcher sich dererste Pipin, von Landen, die höchste Gewalt eroberte.Nicht lange darnach ward das Elsaß zum eigenen Herzog-thum erhoben. Aber nun glaubten die fränkischen Gewalt-haber den stolzen Alamannen auch einmal wieder mit derStreitaxt winken zu müssen. Im Jahre 687 fiel Pipinvon Hcristal mit bewaffneter Macht in Alamannienein, und schon drei Jahre darauf 691 wiederholte sichdieses blutige Schauspiel. Allein Herzog Gottfriedwußte sich und des Landes Freiheit bis zu seinem Tode(708 oder 709) zu behaupten, wußte sogar den allgewal-tigen Frankenherrschern so viel Respekt einzustoßen, daßsie seinen Sohn Landfried unangefochten schalten undwalten ließen, wie er wolltet Erst als dessen. Bruder undNachfolger Theodebald nach dem Tode des gefurchtstenKarl des Hammer's sich im Schutz- und Trutzbundemrt dem nach demselben Ziele ringenden Herzog Odilo vonBaiern von Neuem gegen die Fremdenherrschast erhob,»legte der Franke wieder seinen ehernen Degen in die Wageder Gerechtigkeit oder vielmehr der Ungerechtigkeit«. Theode-bald wurde von den Brudern Karlmann und Pipin wiederholtaufs Haupt geschlagen und endlich 746 bei Cannstadt, wo-hin man ihn entboten hatte, mit seinem ganzen Gefolge, derBlüthe des alamannischen Adels, treulos zusammengehauen:
st. 12) die Schwaben und Alamannen noch in der zweiten Halste dessechsten Jahrhunderts „starke und selbstherrliche Völker".