Band 
Zweiter Theil.
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S8

von Avmticum. Ml Burgund kam Gens an das Franken-reich, blieb aber in seinem bisherigen Metropolitanver-bande. Im Jahr 880 kam es an das neu gegründeteKönigreich Burgund und 1032 mit dem früher Burgundeinverleibten Arelat an das deutsche Reich, und seine Bi-schöfe fanden nun Gelegenheit, sich zu Fürstbischöfen em-porzuschwingen. Doch das Alles gehört schon nicht mehrzu unserm Gegenstände. Der Einfluß Genfs auf die Ur-barmachung des alamannischen Bodens beschränkte sich soziemlich auf die Wiedererweckung des in den Stürmender Völkerwanderung rings herum unter den Trümmernzerschlagener Bischossstühle begrabenen Christenthums. Ge-hen wir über auf

8 12. Das ikisthum Ä.ZUoritz, nachmals Doiodurum(Martinach), spater Mitten.

»Der Ursprung dieses Bisthums fällt mit dem Mariyr-tode der thebaischen Legion zusammen — wir lassen dengelehrien St.Galler Forscher Greith sprechen, der, in derKrrchengeschichte seines Vaterlandes, der Schweiz, zu Hauseund im Besitze der ältesten Quellen, wohl als Auctoritätm dieser großen Streitfrage gelten dürste — welche unterDiocletian und Maximian (22. Sept. 302) zwischen Mar-nnach und Agaun zu Tarnado (dem spätern St.Moritz)für das Bekenntniß des christlichen Glaubens niederge-metzelt wurde. Die neuere Kritik hat zwar versucht, durchinnere und äußere Gründe die Glaubwürdigkeit dieserhistorischen Thatsache zu beanstanden, allein so leicht magvieles nicht geschehen. Die ganze Einführung der christlichenReligion im Wallis, die Stiftung der uralten Abtei Si.Moritz u. s. f. knüpfen sich an dieß Ereigniß, dem bisin s vierte Jahrhunderr hinab eine ununterbrochene Kette