von Ueberlieferungen und Denkmälern znr Seite steht.Sckon acht Jahre nach dem Martyrtode des heiligenMauritius und seiner Gefährten (310) verkündete indiesen Thälern das Evangelium der heilige Bischof vonOggcrius, aus Italien kommend, dann der heilige Sul-prtius, 347 der heilige Sempronius, der nach demZeugnisse des heiligen Athanasius unter den 34 BischöfenGallien's sich befand, welche dem Concil von Sardicabeiwohnten. Zur Stütze für die historische Wahrheit vomMartyrtode der thebaischen Legion dient außer den Denk-mälern der Kirche zu Solothurn, Zurzach und Zürich derbesondere Umstand, daß um das Jahr 550 die Verehrungdes heiligen Mauritius und seiner Gefährten im nahenBurgund schon allgemein verbreitet war, und der heiligeGallus während seines Aufenthaltes zu Luxeuil (590 bis610) sich eine Reliquie vom heiligen Mauritius zu ver-schaffen wußte, die er mit andern sorgfältig in seiner Kapselverschloß, an seinem Halse trug und mit hinauf in den Arbo-ncr Forst nahm. — Als der erste bleibende Bischof von St.Morrtz wird indessen der heilige Theodor verehrt; er wardgesendet vom heiligen Protasius, Bischof von Mailand (349),wohnte dem Concil von Aquileja (381) und jenem von Mai-land (390) bei und baute zu Tarnado einen Tempel. SchonTheodor verband durch eine bestimmte Regel zu einem gemein-samen Leben die frommen Männer, die zu den Gräbern desherligen Maurüus und seiner Gefährten wallfahrteten unddort zum Lobe Gottes ihr Leben zu weihen sich entschlossenhatten. Von da an blühte diese Anstalt immer besser empor,bis der Bischof Leontius um das Jahr 478 sie derbesondern Leitung des heiligen Severin übergab undsodann den bischöflichen Sitz von St. Moritz nachOclodur (Martinach) verlegte. Auf diese Weise erhielt
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