Band 
Zweiter Theil.
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die weltberühmte Abtei St.Moritz neben dem Bisthumihre selbstständige Stellung. Der Arianismus, der unterburgundischer Herrschaft (450—534) einige Zeit sich gel-tend machte, wurde in Folge der Rückkehr des KönigsSigismund zum katholischen Glauben (516) bald wiederverdrängt. Dieser Fürst ließ die Kirche und das Klosterzu St.Moritz vergrößern, bereicherte sie mit großen Ver-gabungen, die er in Gegenwart von neun Bischöfen undeben so vielen Großen des Reiches unter'm 30. April516 zu St.Moritz verschrieb. Die Kataloge der Bischöfevon Sitten führen nach dem heiligen Theodor I. denheiligen Florentin, Mönch von Aquileja an, der nachdem Martyrologium des heiligen Hieronymus von denWandalen unterhalb Sitten gemartert wurde. Auf diesenfolgten Mauritius!. (419), welchem Papst Bonifacius I.den Untersuch in einer Klagsache des Bischofs Maximusvon Valencia übertrug, dann der heilige Salvius, dannProtasius (450—60), nach ihm Leontius, welcher 463vom Papste Hilarius beauftragt wurde, in Verbindungmit den Bischöfen von Vienne, Lyon und Narbonne denStreit über den Vorrang der beiden Kirchen von Vienneund Arelate zu schlichten, hierauf Dominicus und nachdiesem der heilige Theodor II., welcher der Synode vonSt.Moritz (Epaon) beiwohnte. Ihm folgte Constantius,der 527 dem Concil zu Carpentra und 529 jenem vonOrange beiwohnte, Rufus (541 —50), Agricola(—560).Des Letztem Nachfolger, der heilige Heliodor, war aufdem Concil zu Macon anwesend (585) und verlegte denbischöflichen Sitz von Octodurum (Martinach) nachSedunum (Sitten), um größere Sicherheit gegendie Überschwemmungen der Rhone und gegen die Streif-züge wilder Horden zu gewinnen. Die Longobarden