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§ 14. Das ikisthum Chur.
Haben die seither besprochenen Bisthümer aus Gallienals ihren Ursprung gewiesen, so weist das gegenwärtigenach Italien. Der erste historisch nachweisbare Bischos vonChur, Asimo, in der Mitte des fünften Jahrhunderts,erscheint als Susfragan von Mailand, Bischos Eusebiusvon Mailand (449—464) versammelte seine Susfragane,um ihnen die Beschlüsse von Chalcedon zu eröffnen (452).Bei dieser Gelegenheit unterschreibt ein Bischof Abun-dantius von Como zugleich für seinen abwesenden Amts-bruder Bischof Asimo von Chur im ersten Rhätien. *Die Verbindung mit Mailand findet noch im Jahre 842statt, wo in einem Synodalschreiben des dortigen Bi-schofs ein Bischof Verendarius von Chur einberufenwird. ** Doch bald darauf erscheint er im Metropoliten-verbande mit Mainz, in welchem es sich namentlichunter seinem bei Otto dem Großen (936—973) in hohemAnsehen stehenden Bischos Hertb ert außerordentlichemporschwang, so daß es nachmals unter seinem Hein-rich Gras von Montfort (1070—1078) und seinemNachfolger Nortbert von Hohenwart, der, obwohlvom Kaiser eingesetzt, in dem schicksalschweren Kampfzwischen Papst Gregor VII. und Kaiser Heinrich IV.,gleich seinem Vorgänger wie ein Wall für den ersterenstand und 1085 zu Mainz unerschrocken den Fluch überden Gegenpapst aussprach, woraus er alsbald von sei-nem Stuhle vertrieben wurde und 1087 in dem von ihmgegründeten Collegiatstift Haibach in Baiern starb, so daß
* Mansi, VI. S. 527.
^ Eben-, XI V. S. 791.