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das Alles absichtlich etwas weitläufiger auseinandergesetzt,ich wollte ihm zeigen, was man Alles anfangen und wieman zu Werke gehen muß, um der Wahrheit auf denGrund zu kommen, um den Kern aus der undurchdring-lich scheinenden Schale herauszubohren. Als diesen Kernwird er nun Wohl für den gegebenen Fall von selbst sichFolgendes abstrahirt haben: Nacht lag im fünften Jahr-hunderte auf den Sübdonauländern, zumal auf Rhätienund Noricum. Von allen Seiten stürmten wilde Raub-horden heran und stürzten sich auf Italien; die Besatzun-gen wurden von den Grenzvesten zurückgezogen, um sieim offenen Kampfe den zahllosen Heermassen entgegenzu-stellen. Niemand hatte mehr eine bleibende Stätte, undüberall, allüberall that der geängsteten und zersprengtenHerde die persönliche Gegenwart des Hirten noth, der Bi-schof mußte zum Wanderstab greifen und in seinem Spren-gel und außer seinem Sprengel, wo man eben der Hülfe amdringendsten bedurfte, helfen mit Rath und That. SchonValentian's Vorgänger, Asimo, hatte es gethan; er warohne Zweifel durch eme solche Nothrunde, oder wenigstensdurch die Zeitumstände überhaupt verhindert, bei der hoch-wichtigen Synode zu Mailand (452) zu erscheinen; auchValentian selbst mußte es thun, der Abt des von ihm ge-gründeten Klosters mußte seine Mönche verlassen, vondenen wir in Lucillus bereits ein Beispiel ihrer eige-nen Zersprengung finden, der Bischof mußte .seinen vonjedem regelmäßigen Verkehr abgeschnittenen Stuhl verlas-sen, mußte wandern von Gemeinde zu Gemeinde, vonOrt zu Ort, selbst zu sehen, selbst zu sprechen, selbst zuhandeln; er gedenkt des Sprüchwortes: »selbst ist derMann", und siehe, er gibt, ein Opfer seiner Hirtentreue,vielleicht auf dieser Wanderung sein Leben für seine Schafe,