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oder er kommt woh! auch erschöpft bis in den Tod nochauf seinen Bischofssitz zurück, und legt sein Haupt hinund stirbt. Ich bin weit entfernt, mir ein absprechendesUrtheil anzumaßen, ich will nicht entscheiden, ob der da-malige Bischof von Rhätien — meines Erachtens nurvorn ersten, denn ich setze für jene Zeit bereits einen eige-nen Bischof für das von den Verhältnissen damals unddie ganze Zeit der Völkerwanderung hindurch mehr be-günstigte, aber dessenungeachtet urkundenarme Augsburgvoraus — ob der damalige Bischof von Rhätien, sageich, habe er nun Valentin oder Valentian ge-heißen, in Mais oder in Chur gestorben sei; jedenfallswurde er in Chur beigesetzt, also wenn er nicht mehrlebend dahin kam, todt dahin gebracht, denn dieß bezeugtder Grabstein, welchen Tschudi in der Lucienkirche fand.Wenn man aber später zu Anfang des achten Jahrhun-hunderts sein Grab bei Mais kannte, so war sein Leib,was ja, ob die Geschichte davon schweigt oder nicht, sehrwohl sein kann, mittlerweile von Chur dahin gebrachtworden, oder — es lagen andere Gebeine in jenem Grabe,und es kamen andere Gebeine von Mais nach Trientund von Trient nach Passau, als die Gebeine desfraglichen Bischofs von Rhätien. Ich überlasse es nun demLeser zu prüfen und seine Wahl zu treffen: darin wird erwohl mit mir übereinstimmen, daß der Valentin, derim Leben des heiligen Severin vorkommt, und der Va-lentian, dessen Grabstein Tschudi in der Lucienkirchezu Chur gesehen hat, wahrscheinlich eine und dieselbePerson sind, welche um die Zeit der Völkerwanderungauf einen 7. Januar von der diesseitigen Welt abgerufenwurde.
Don dem Tode Valentian's an schweigt die Geschichte