Band 
Zweiter Theil.
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Constanz), gegen Norden und Osten an die BisthümerAugsburg, Regensburg und Seben.

Z 15. Das Ristlsum Augsburg.

Auch der bischöfliche Stuhl der Hauptstadt des zwei-ten Rhätiens weist auf Italien als die Quelle seines Ur-sprungs. Er stand bis in die Mitte des sechsten Jahrhun-derts im Metropolitanverbande mit Aquileja, wurdeaber in der Mitte des achten Jahrhunderts, als derheilige Bonisaz im Jahr 747 den Stuhl von Mainz be-stieg, und diese Kirche eben dadurch, wie das hieherbezügliche Edikt des Papstes Zacharias von 748 sich aus-spricht, «ihm und seinen Nachfolgern für ewige Zeiten alsMetropolitan kirche übertragen wurde, welche dieStädte Tongern, Cöln, Worms, Speier und Ut-recht, sowie alle Völker Germaniens, die durchs Bonisaz zum Christenthume bekehrt worden,

! unter sich haben solle". Durch das Letztere wurdeder neu errichteten Metropole auch die von Bonisaz erstaufgestellten Stühle von Erfurt, Buraburg, Würz-vurg und Eichstädt untergeben. Augsburg und Chur,sowie Constanz und Straßburg blieben vorderhand nochin ihren bisherigen Metropolitanverbanden. Cöln wurdezwischen 794 und 799 zu einer eigenen Metropole erho-ben und ihr die Stühle des nordwestlichen Deutschlands,somit namentlich auch Tongern (Lüttich) und Utrecht^ unterstellt. Damit im Zusammenhange scheint nun zugleichder Metropolitanverband von Mainz auch über das ganzesüdwestliche Deutschland ausgedehnt worden zu sein undnamentlich Augsburg in sich aufgenommen zu haben, wäh-rend Chur noch wenigstens ein halbes Jahrhundert langim Verbände mit Mailand blieb.

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