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Die Geschichte des Bisthums Augsburg in der älternZeit ist wo möglich noch in ein dichteres Dunkel gehüllt,als die Kindheit der Kirche von Chur. Seinen Ursprungknüpft die Sage an die allbekannte Legende von der hei-ligen Afra. Allein von dieser ganzen Legende gehörtwohl nichts der Geschichte an, als das Marterthum dieserHeiligen im Anfange des vierten Jahrhunderts bei derDiocletianischen Verfolgung. Der obenerwähnte Dichterund Bischof aus der zweiten Hälfte des sechsten Jahr-hunderts, Venantius Fortunatus, sagt in seinemLeben Martin's von Tours zu seinem Buche:
»kergis sä 4aiAustsm, qusna Viräo I^oisqus üuentsiU
Illio ossa ssorse vsnergbers virZinis 41rss,
(Kommst du nach der vom Virdo^ und Lhcus^ bespülten Augusts,Afra's Gebeine verehre daselbst, der heiligen Jungfrau)«.
Es ist dieß ein unwidersprechliches Zeugniß von demhohen Alterthume sowohl, als von der weiten Verbreitungdieser Verehrung und drückt dem Kern der berühmten Le-gende das Siegel unverkennbarer Wahrheit auf, sprichtaber zugleich in dem einzigen Worte vtrxo (Jungfrau)gegen alle Zuthaten und damit namentlich auch gegen dieVerknüpfung mit dem Ursprünge des Bisthumes. Die^.uZusta Vimtstioorura , ohne Zweifel schon von Drusus,und zwar auf der Grundlage einer längst bestehenden kel-tischen Ortschaft errichtet, die glanzvollste Kolonie der Pro-vinz Rhätien,*** einer der wichtigsten Besatzungspläncder Süddonauländer, von welchem sich die schönsten Kunst-straßen nach allen Richtungen, besonders nach dem nahe
^ Der Wertach.
Dem Lcch.
splsnäiäissiilis kiksetiso provinviss eotvliis, TacitusGermania 47.