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gelegenen Italien und die Donau entlang nach dem Mor-genlande zogen, eine solche Stadt mußte schon in denältesten Zeiten der Kirche zum Sitz eines Bischofes aus-ersehen worden sein. Und wir werden wohl nicht weit irregehen, wenn wir denselben, nicht mit den Kirchen desnördlichen Italiens, besonders der adriatischen Küstenstriche,namentlich der Stadt Aquileja, so doch mit den Kir-chen des südöstlichen Galliens, wie der Städte Lyon undVienne aus eine und dieselbe Zeitstufe stellen. Aberwelche unbegreifliche und doch bei der fast grenzen- undendlosen Verwirrung der Süddonauländer während undnoch lange nach den Stürmen der Völkerwanderung wie-der begreifliche Lücke in der Geschichte! Der erste geschicht-lich haltbare Bischof von Augsburg, Wicterp, Wigberr,Wiggo, Wizzo oder dergl. fällt in die Mitte des achtenJahrhunderts! Er ist mit dem heiligen Bonifaz bei derEinweihung des Klosters Benedictbeuren thätig. Aber selbstdie Geschichte seines Lebens und Wirkens ist noch insolches Dunkel gehüllt, daß wohl nur die Entdeckungneuer Quellen den Schleier lüften kann, der sich darübergezogen hat.
Versuchen wir dieses Dunkel wenigstens einigermaßenaufzuhellen. Der Namen Wicterp, Wichpert, Wig-dert, Wicho, Wiggo, Wizzo (was Alles auf Einsund Dasselbe hinausläuft, wie Ruprecht und Robert,Konrad, Chunrad, Chunzo, Gunzo und Gotzbert, Heinrich,Heinz, Hetzel, Etzel, Hazilo und Attila rc. rc.) begegnetuns in Nachrichten über den Stuhl -von Augsburg nichtnur in der Mitte des achtem, sondern auch in der Mittedes siebenten Jahrhunderts, also in der Geschichte desBisthums Augsburg zweimal, und in der Geschichte dersüddeutschen Kirchen überhaupt sogar dreimal und zwar