also ein noch mehr als achtzigjähriger Greis saß er miteigener Hand Bücher schreibend/ lassen in diesem Wic-terp — denn wo Alles, Zeit, Name, Herkunft und nunauch Charakter so genau zusammenpaßt, werden wir wohlnicht weit irre gehen, wenn wir diese beiden Wicterpesür eine und dieselbe Person halten — lassen, sage ich,in diesem Wicterp einen Mann von unermüdlichem Eiseierkennen, der Aller Augen aus sich zog, der also am we-nigsten dem heiligen Bonifaz entgehen konnte, als er andas große Werk der Einrichtung der bairischen Kircheschritt. Nun setzte aber dieser Apostel der Deutschen imJahr 739 auf den Stuhl von Regensburg einen Bischofin der Person des obengenannten Gaubald's, begegnetuns aber wenige Jahre darnach in Benedictbeuren beider Einweihung des dortigen Klosters in Gesellschafteures Bischofs von Augsburg, zu dessen Sprengel alsoBenedictbeuren schon damals gehörte, und dieser Bischofvon Augsburg führt denselben Namen Wicterp, dender mit der Stuhlbesteigung Gaubald's aus der Geschichteverschwindende und erst siebzehn Jahre nachher in einemKloster (zum heiligen Martin?) wieder auftauchende Br-schof von Regensburg führte. Hatte also wohl Boni-saz in diesem Biscbof von Regensburz seinen Mann er-kannt, und denselben an einen Platz gestellt, an welchemer seiner noch mehr zu bedürfen glaubte, als auf demStuhle, auf welchem er ihn gefunden? Allein schon vonRom aus, im Frühjahre 739 schreibt Bonisacius einenBries (in der Würdtwein'schen Sammlung der 42), »andie vielgeliebten Söhne Geppan und Eoban, Tä-terin und Wigbert u. s. w.«, und in einem Empfeh-lungsschreiben, das ihm Papst Gregor III. »an die Bi-schöfe in Baiern und Alamannien" mitgibt (der 45. Bries)
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