Band 
Zweiter Theil.
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schickt hatte, um Nachrichten über dessen ihm in einemGesichte geoffenbarten Hintritt einzuholen, zum Gedächt-nisse des Verstorbenen erhalten hatte und mit der er Dra-chen und andere Gistgewürme auf seinem Wege bekämpfte,Magnus, sage ich,' setzt seinen Wanderstab weiter, setzt ihnendlich, an der Stelle angekommen, an welcher der Lechdas Gebirge durchbricht, noch aus alamannischem Grundund Boden ein und baut sich daselbst eine Zelle, erwei-tert sie aber, unterstützt vom Bischof Wicterp von Augs-burg und von dem Frankenkönige Pipin (!!!), alsbald zudem unter dem Namen Füssen (weil am Fuße des Gebirgesliegend) weithin berühmten Kloster. Und doch, meldet diemerkwürdige Rolle, lebte Magnus von seiner Anstedlungin Füssen an nur noch 25 Jahre. Er starb in den Armendes von Kempten herbeigerufenen Theodor und des mittler-weile durch seine Fürsprache bei König Pipin an des nunverstorbenen Wicpert Stelle auf den bischöfllichen Stuhlvon Augsburg erhobenen Tozzo, nach Tafrathsh ofer,dem neuesten Biographen des heiligen Magnus, in einemAlter von ungefähr 73 Jahren, den 6. Sept. 655. *

Wenn man mit Tafrathshofer der geheimnißvollenPcrgamentroll e, von welcher er S. 90 selbst sagt, daßsie von Ermenrich, dem sie zum Abschreiben, Verbessernund ^Ergänzen übergeben worden, etwa in der zweitenHälfte des neunten Jahrhunderts in die Hand eines zwei-ten, offenbar unkundigen Bearbeiters übergegangen und soin jene heillose Verwirrung von Person- und Zeitverhält-

* Der heilige Magnus, Apostel des Allgäues, ein HistorischerVersuch nach den besten Quellen und Hülfsmitteln bearbeitet von Joh.Bapt. Tafrathshofer sein wirklich gediegenes, obwohl um den Er-gebnissen der neuesten Forschungen nicht in Allem übereinstimmendesTchriftchen). Kempten 1842.