als Abt antrat, den Herd und Mittelpunkt für alle übrigen,Schlehdorf, Siverstatt, Sandau, Wessvbrunn,und drei für Frauen unter der Leitung Geilawind's,Pöklingen, Staffelsee und Kochlsee, mit Aus-nahme des im Gebiete des Bisthums Freysing gelegenenSchlehdorf sämmtlich im Sprengel Augsburg. Bei allendiesen Stiftungen betheiligte sich Wicpert mit großemEifer, für Benedictb euren, den Kern und das Hauptderselben wird seine Mitwirkung ausdrücklich angegeben,Wessobrunn auch Wezzobrnnn, Wezzinbrunngeschrieben, dürste sogar den Namen von ihm entlehnthaben. In dieser seiner eifrigen Mitwirkung zur Grün-dung von Gotteshäusern mit dem Gelde des den Fran-kenherrschern so nahe verwandten und doch so herzlich ver-haßten bairischen Fürstengeschlechtes, einem Gelde, aufdas sie sich selbst schon Rechnung gemacht hatten, sowieüberhaupt die enge Verbindung und Verwandtschaft mitdiesem Geschlechte, mögen Wohl die »Verdienste" gewesensein — wirkliche, wahre und große Verdienste um Kircheund Vaterland — welche den: treuen Hirten zuerst dieVersetzung, dann die Entsetzung zuzogen.
Nach dem Verschwinden Wicterp's von dem Stuhlevon Augsburg oder Neuburg kommen wir mit diesemStuhle alsbald wieder in Konflikt mit Regcnsburg. Wir be-gegnen wieder einem Bischöfe, den die traurige Geschicht-schreibung jener Zeit bald für den einen, bald für denandern dieser drei Stühle in Anspruch nimmt, so daß esfür ihn wie für Wicpert den Anschein gewinnt, als wäreer auf allen drei Stühlen zugleich gesessen, als wären diedrei Bisthümer in Eins verschmolzen gewesen, wie dennauch wenigstens ztpei derselben, Augsburg und Neuburg,wenn sie je wirklich eine zeitlang zwei getrennte Sprenge!