Gallus, weil er seine Jagd durch sie beernträchtigtglaubte, aus Bregenz, berief aber, weil man ihm dieWundergabe des Heiligen rühmte, Gallus zu seiner voneinem bösen Geiste geplagten Tochter und bot ihm, nach-dem er ihn bei dieser Gelegenheit kennen und verehrengelernt hatte, aus Dankbarkeit für die erfolgte Heilungden bischöflichen Stuhl von Konstanz an, der durch dasAbleben seines Inhabers Gaudentius erledigt wordenwar. Es mochte dieß ungefähr im Jahr 614 geschehen sein.Gallus lehnte das Anerbieten ab; sein Meister Columban,der mittlerweile sich von ihm getrennt und ein Kloster inItalien, Bobbio, gegründet hatte, dem er nun als Abtvorstand, hatte ihm bei seiner Abreise ausdrücklich un-tersagt, so lange er (sein Meister) lebe, das Meßopferdarzubringen; und überdicß hielt sich Gallus genau andas Wort des Herrn: »Mein Kind, bleibe gern im nie-drigen Stande"; auch mochte er dem Manne, der ihnvertrieben und nur in der Noth wieder zu sich gerufenhatte, an dem er zudem ein unentschiedenes Hin- undHerschwanken zwischen Christus und Belial bemerkte, wel-ches ihn bald nach Eingebungen eines guten, bald nachEingebungen eines bösen Geistes handeln ließ, nicht all-zuviel Zutrauen schenken. Die Aufgabe seines Lebens warVerkündigung der Botschaft des Heils, und darin wollteer sich die Hände nicht binden lasten. An seiner Stattempfahl er nun einen gewissen Johannes, der ihm aufder Flucht vor den ihn berufenden Boten des Herzogsrm Dorfe Grabs, Herberge gegeben, und den er zumLohne dafür im Christenthume unterrichtet und zum Dia-konus geweiht hatte. Dieser Johannes wurde denn auchnun wirklich auf den bischöflichen Stuhl von Konstanzerhoben und hatte denselben bis um die Mitte des sieben-
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