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psstor Laneti Oalll) die fromme Anstalt leitete, fiel ohneZweifel mit Wissen und Willen des gewaltthätigen Haus-meiers Ebroin eine fränkische Räuberhorde unter derAnführung eines gewissen Othwin über das wehrloseGotteshaus her, riß selbst die Gebeine des heiligen Gallusaus ihrem Grabe und schleppte weg, was sie wegschleppenkonnte. Aber damals kam diesem Gotteshause noch der Bi-schof von Constanz, der schon oben erwähnte Boso, zuHülfe. Dieselbe Gräuelthat wiederholte sich im Anfange desachten Jahrhunderts unter Pipin von Heristall. Diegottgesegnete Stiftung gewann aber auch nach dieser Plün-derung wieder neues Leben, und Graf Waldram, einSprößling jenes edeln alamannischen Geschlechtes, das ihrseinen Schutz angedeihen ließ, ergriff nun auf den Ratheines alamannischen Fürsten (prinoeps), Nebi, die klugeMaßregel, das Kloster Karl dem Hammer zu eigen zugeben, der ihm sofort seinen Schutz zusagte und den Mann,auf welchen der Graf sein Vertrauen und seine Hoffnunggestellt hatte, Audemar oder Othmar, als Abt be-stätigte (720). Der Frankenherrscher Karlmann, Pipin'sdes Kurzen Bruder, beehrte auf seiner Durchreise nachMonte Cassino das Kloster sogar mit seinem persönlichenBesuche und empfahl es seinem Bruder bei dieser Gelegen-heit in einem besondern Schreiben (747). Othmar üöer-reichte dieses Schreiben dem fränkischen Gewalthaber selbstund wurde höchst gnädig aufgenommen. Allein der Arg-wohn wich nicht aus Pipin's Herzen, und er glaubte,wie er dem Volke die Selbstregierung genommen, so auchdem Lieblinge des Volkes, dem Anker seines Glaubensund seiner Hoffnung dieselbe nehmen zu müssen, wenig-stens ein Auge zudrücken zu müssen, wenn sie ihm durch ferneBeamten genommen wurde. War ihm doch die Gelegenheit
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