Band 
Zweiter Theil.
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neu zu können glaubte und Waldo wirklich die Hoffnungausgab und weil er sich nicht zur Unterwerfung unter denBischof entschließen konnte, die Abtsstclle in St.Gallenniederlegte und sich als Mönch nach Reichenau zurückzog,wo er jedoch nach dem Tode des dortigen Abtes Pe-trus 786, ohne Zweifel wegen seiner Vertheidigung derKlostersreiheit, wieder zum Abte gewählt wurde, scheintdoch Pipin's Sohn und Nachfolger, Karl der Große,der 768 die Regierung antrat, dem Bischof von Konstanzbei seinen Bestrebungen nach unumschränkter Herrschaftnichr so recht an die Hand gegangen zu sein; denn erberief den Vorkämpfer der Klosterfreiheit, Waldo, nach-dem derselbe zwanzig Jahre lang den Abtstuhl von Rei-chenau geziert hatte, zur besondern Auszeichnung als Abtnach St. Denys (806) und übertrug ihm sogar, solange er noch in Reichenau war, die Verwaltung des Bis-lhums Basel, wodurch sich die Klostergemeinde von Rei-chenau veranlaßt sah, auf seine Versetzung nach St.Denysseinen Nachfolger auf dem bischöflichen Stuhle von Basel,den ihnen schon zum Voraus geneigten, seit seinem fünf-ten Jahre im Kloster Reichenau erzogenen, verehrten, that-kräftigen Haito zu ihrem Abte zu wählen, welche Wahldann auch von Karl bestätigt wurde. Ueberhaupt erfreutesich Reichenau der besondern Gunst dieses Kaisers. Auchein Verwandter seiner Gemahlin Hildegard, Aino oderEgino, vertauschte den Bischosstuhl von Verona mit derStille dieses Klosters und erbaute 799 die Peterskirchedesselben. Er starb daselbst 802. Nieder;ell auf dersel-ben Insel ist sein Grabmal, wie Radolsszell amgegenüberliegenden Ufer des Untersee's das Grabmal sei-nes Nachfolgers auf dem Veroneser Stuhle, Radolt, istder sich dorthin in die Einsamkeit zurückzog. Der Bischof