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Aino von Cvnstanz starb etwa im Jahre 812. Sein Nach-folger auf diesem Stuhle war Wolfleog.
Der Sprengel von Konstanz war umgrenzt von denBislhümern Basel, Straßburg, Speier, Worms, Würz-burg, Augsburg und Chur und erstreckte sich nach einerAbmarkungsurkunde Friedrichs I. vom 27. November1155, angeblich auf Grund einer frühern Abmarkung un-ter König Dagobert, welcher 622 — 630 Herr vonAustrasien und 630—638 Alleinherr vom ganzen Franken-reiche war, »in einer Länge von dreißig Meilen von derQuelle der Reuß am St.Gotthard bis Marbach an derGrenze des Würzburgischen Sprengels (der übrigens, imVorbeigehen gesagt, zur Zeit Dagoberts noch gar nichtbestand), und in einer Breite von zwanzig Meilen von-Dreifach im Breisgau bis an den Jllerfluß«, * die heutigeGrenze zwischen Baiern und Württemberg.
»Wir fügen noch bei, daß Konstanz vor der Refor-mation das größte Bisthum in Deutschland war und 350Klöster, 1760 Pfarreien und 17000 Priester und Mönchezählte. Es erstreckte sich über einen großen Theil von Würt-temberg, Baden und der Schweiz, verlor aber schon durchdie Reformanon einen großen Theil seines Gebietes. Ge-gen Ende des vorigen Jahrhunderts zählte das Bis-tbum Konstanz ungefähr 900,000 Seelen, worunter 90MGeistliche, Mönche und Nonnen. Das Domkapitel bestandaus 20 Domherren und 4 Exspectanten (sauf diese Würde)Wartende). Die gewöhnliche Residenz des Bischofs vonKonstanz war Meersburg, am gegenüberliegenden Ufer desBodensee's, wo sich auch das Diöcesanftminar befand. DieMetropole war Mainz, seit dessen Erhebung zum Erzbis-
- Rcttberg, 2. L. 101.