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Hauptstadt des Landes der Rauraker, und dieses bildetemit dem Lande der Helvetier, dessen Hauptstadt Aventi-cum war, gemeinschaftlich mit dem Lande der Sequaner,dessen Hauptstadt Desontium (Besanyon) war, die rö-mische Provinz Galliens Itluximu LeqimnoruM. Nun warVesontium der Sitz eines Bischofs und zwar des Metro-politen der ganzen Provinz, und Aventicum der Sitz einesBischofs, so wird wohl auch die Augusta der Rauraker, dieblühende Hauptstadt des dritten Bestandtheiles der Pro-vinz, der Sitz eines Bischofs gewesen sein, zumal Neden-städte, wie Vindonissa, bischöfliche Stühle hatten, und drekirchliche Organisation in Gallien, zu dem das Land derRauraker gehörte, schon zu den Römerzeiten, wie wir schonaus dem Wirken eines heiligen Jrenäus schließen können,so vollendet war, als in irgend einem andern Theile desunermeßlichen Weltreiches. Zwar finden wir auf der Sy-node von Epaon (517), wo wir einen Bischof von Aven-ticum und einen andern von Vindonissa treffen, so wenigeinen Bischof von Augusta Rauracorum, als auf andernburgundischen Synoden. Warum? Weil das Gebiet vonBurgund sich in dieser Gegend nicht bis an den Rheinerstreckte, von dessen Fluthen die Mauern von Augustader Rauraker bespült wurden. Der Geograph von Ra-venna nennt bei seiner Auszählung der burgundischenOrtschaften keine Stadt am Rhein und führt namentlichBasel ausdrücklich als eine alamannische Stadt auf. *Deßhalb treffen wir auch auf alamannischem Boden Spu-ren von Bischöfen der Rauraker Hauptstadt; wir müssensie nur mit dem Messer der Kritik aus dem festgetretenen
* KsogrspNns Rnvsrmns, Ub. IV. ssd. 26. in Bouquet'sSammlung von Schriftstellern über gallische und fränkische Geschichte.Paris 1738. Bd. 1. S- 119.