Erdreiche herausschneiden. Den Namen Augusts, die Er-habene, die Kaiserstadt, führten gar viele Städte im rö-mischen Weltreiche. Da gab es eine ^.uAnsta Nanri-norum (der Tauriner), das heutige Turin, eine LuAustLkrkktoriL (die Statthalterresidenz), das heutige Aosta,eine ^uZustrr Nrsvirorum, das heutige Trier, eine LmZustsVmäölioorum, das heutige Augsburg, eine ^uKustLIduurueorum, das heutige Äugst, eine ^.uKlista /i.eäuv-ruw, gewöhnlich ^llAustoäumim genannt, das heutigeAutun, u. s. w., u. s. w. Bei der herrschenden Unge-nauigkeit der Geschichtschreibung jener Zeit wurden jeneNamen unaufhörlich mit einander verwechselt, und wennwir jedesmal die rechte Stadt herausfinden wollen, müssenwir, wo sie immer vorkommen, stets die Umgebung in'sAuge fassen, in welcher sie auftreten. Wir müssen dießselbst dann thun, wenn die nähere Bezeichnung beigesetztist, denn diese ist gar häufig nur vom Abschreiber einge-schaltet, und die Abschreiber zeichneten sich nicht immerdurch tiefe Gelehrsamkeit aus, wie dieß namentlich ausden unendlich vielen Verstößen gegen die Zeitrechnungersichtlich ist, welche sich sogar bei den besten Geschicht-schreibern finden. Betrachten wir zuerst ein Beispiel, wodie nähere Bezeichnung fehlt: Gegen Ende.des sechstenJahrhunderts erwähnen istrische Bischöfe in einer Eingabean den morgenländischen Kaiser Mauritius (582 bis602) einer zu ihrem Metropolitansprengel gehörigen StadtAugusta, die sich nebst zwei andern Kirchen desselbenSprengels vom Verbände mit Aquileja losgesagt und andie fränkische Kirche angeschlossen habe. Die nähere Be-zeichnung Vinllelieorum fehlt, aber aus dem Kreise, inwelchem diese Augusts erscheint, dem MetropolitansprengelAquileja ist ersichtlich, daß keine andere Augusta gemeint
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