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§ 18. Das ZZiskhum 8lrnsssmrg.
Die alte Keltenstadt, welcher die Römer den ohneZweifel aus dem Keltischen stammenden, nicht dem lateinischen Wort arZsutuin (Silber) entlehnten Namen LrZen-toratus oder ^rAMtoratura gegeben haben, begegnet unszum ersten Male in der zweiten Hülste des zweiten Jahr-hunderts, und zwar bei dem römischen Geographen Pto-tem aus (II., 9). Erst die Einbrüche der Alamannen irrsElsaß lenkten die Aufmerksamkeit der Weltbeherrscher aufdieses besondere Stichblatt der »Barbaren«. Der nächsteSchriftsteller, welcher desselben gedenkt, AmmianusMarcellinus, der schon der zweiten Hälfte des viertenJahrhunderts angehört, gibt rhm bei Aufzählung dernamhaftesten Städte des ersten Germaniens, als welche erNaZMtisous (Mainz), Vantzlones (Worms), blemstes(Spei er) und ^rAMwraius (Straß bürg) nennt, dienähere Bezeichnung: »durch Niederlagen der Barbarenbekannt (barbsrieis elaclibus nota«, XV., 11), und be-richtet nun bald darauf (am Schlüsse des XVI. Buches)eine neue Niederlage, welche Julian den der Eroberungder Stadt sich schon gewiß glaubenden Alamannen bei-brachte (375). Dessenungeachtet hatte der Römerstadt dieLepre Stunde geschlagen. Sie fiel beim Raubzuge der Barndalen (406). Der heilige Hieronhmus nennt sie in einemBriefe an die Wittwe Ageruchia, den wir in unserm erstenTheile vorgelegt haben, unter den Städten, die damalseine Beute der Germanen geworden. Sie sah von nunan keinen römischen Soldaten mehr in ihren Mauern;diese Mauern waren selbst verschwunden, und erst in frän-kischer Zeit erhob sich auf der steinernen Grundlage eineneue, aber eine hölzerne Stadt. Doch der Werth ihrer