Band 
Zweiter Theil.
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Lage rief sie bald wieder zur Blüthe und Bedeutung. Siebegegnet uns nun wieder, zum ersten Male am Schlüssedes sechsten Jahrhunderts, bei Gregor von Tours,und zwar unter dem neuen Namen StrateburAum, den sieohne Zweifel als einer der bedeutendsten Straßenkno-ten zwischen den Rhein- und den Donauländern er-hielt. *

Das Christenthum war unstreitig schon im alten Ar-gentoratus zu Hause und blühte dort ohne Zweifellieblicher als Anfangs im jungen Strateburg. Der heiligeHilarius von Poitiers, der große Vertheidig'er derkatholischen Wahrheit gegen die arianische Irrlehre um dieMitte des vierten Jahrhunderts, spendet wenigstens inseiner Schrift »über Synoden (äs L^noäis)«, den Bischö-fen des ersten Germaniens ein schönes Lob, und wennvon Bischöfen des ersten Germaniens die Rede ist, somußte einer derselben doch unläugbar der ArgoratensischenStadt angehören, die, wenn auch nicht Hauptstadt derProvinz, so doch einer der ersten Waffenplätze und ständi-ger Sitz eines römischen (lomss oder Grafen (Unterstatt-halters) war. Näheres weiß übrigens die Geschichte vonden Argoratensischen Bischöfen nicht zu berichten; sie leistetnicht einmal sichere Bürgschaft für die Namen, die ihnenbeigelegt worden. Diese sind: Amandus, Justus,Maximinus, Valentin, Solarius. Der erste Bericht-erstatter, welcher sie aufzeichnet, war ein Bischof vonStraßburg, Eichen bald, aus der zweiten Hälfte deszehnten Jahrhunderts. Er gibt ein Verzeichniß seiner sämmt-lichen Vorfahren, gleichsam einen epigrammatischen Nekro-

* List. kisnc. (Geschichte der Franken) IX., 36: «Xrzorsieosomurdew, quarn nvnv 8trr>IebirrKviu vocaiU (die Argoratenfische Stadt,die sie jetzt Strateburgus sStraßburgj nennen)«.