Band 
Zweiter Theil.
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I

bei der Erstürmung Straßburgs durch den Herzog vonElsaß und Schwaben, Herrmann, halb, und fünf Jahredarauf, 1007, durch den Blitz vollends ganz zerstört wor-den. Der neue wurde um die Mitte des eilften Jahrhun-derts vollendet. Aber schon Anfangs des dreizehnten mußteauch er wieder von Grund aus erneuert werden, und erstdas Ergebniß dieser Erneuerung ist das heutige Münster.Uebrigens gilt nicht das Münster, die Kathedralezu St.Marien, sondern die Kirche zum alten St.Peterfür das älteste Gotteshaus in Straßburg. Man will die-selbe bis aus Maternus, einen angeblichen Schüler undBegleiter des heiligen Apostels Petrus, zurückführen undläßt sie nach der Zerstörung der Stadt im Anfange desfünften Jahrhunderts alsbald wieder aus ihrer Asche er-stehen; aber kein Buchstaben Schrift bürgt für diese münd-liche Sage.

Die ältesten Klöster im Bisthum Straßburg wurdenvon dem Herzogsgeschlechte des Elsaßes gestiftet. DiesesGeschlecht war ein Zweig des alamannischen Herzogshau-ses, ging doch das Herzogthum Elsaß selbst erst aus demHerzogthum Alamannien hervor; aber es vergaß auch seinMutterhaus und dessen Volk nicht, es errichtete Vorwerkeund Pflanzstätten des Christenthums bis tief in das Ala-mannenland hinein. Ungefähr in der Mitte zwischen Straß-burg und Basel, da wo in römischer Zeit das Land derRauraker mit der Provinz Obergermanien zusammenstieß,auf der östlichen Spitze eines bogenförmigen Vorsprungsder Vogesen gegen den Rhein, gründete Gras Ethico I.(656—670), der Stammvater des Elsaßer Herzogshauses,eine Beste, die sogenannte Hohen bürg, und überließ sie,nach langem und wildem Sträuben, seiner blindgeborenenund deßhalb von ihm verstoßenen, aber im Augenblicke

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